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Eine Küchenmaschine names Social Media

12/07/2013

kiuechenmaschineMit 14 Jahren fing ich mit Begeisterung an zu backen. Schon meiner Großmutter hab ich als Kind immer helfen dürfen. Sie war geduldig, erklärte mir, was warum in welcher Reihenfolge in den Teig kam und wurde nicht böse, wenn ich mal den Zucker in der Küche verteilte. Sie hatte wunderbare Rezepte, deren Geheimnisse sie mir enthüllte. Nach vielen backe ich heute noch mit Vergnügen und in guter Erinnerung an meine Großmutter.
Meine Mutter war weniger geduldig, aber sie ließ mich schnell alleine backen. Das eine oder andere ging schief, ich verwechselte mal Zucker mit Salz und der Kuchen fiel auseinander. Aber dabei lernte ich die Gesetze des Backens. Mit 15 durfte ich schon den Wochenendkuchen für die Familien backen und wurde mutiger und kreativer im „Umbau“ mit Rezepten; eigene Kreationen entstanden.

Die Küchenmaschine verstehen

Als ich meinen ersten Haushalt ausstattete bekam ich eine wundervolle BRAUN Küchenmaschine. Die Älteren werden diese Zaubermaschine noch kennen. Kein Lebkuchenteig war zu zäh, die BRAUN knetete beharrlich weiter. Die einzige Maschine, die nicht durchbrannte, für man immer wieder einzelne Ersatzteile bekam und wenn man in die Geheimnisse der Zusatzausstattungen eingeführt war, konnte man hervorragend pürieren, schnitzeln und kneten in allen Variationen. Für mich war es die Geheimwaffe einer guten Küche.
Warum ich das erzähle? Nun für mich hat es sehr viel mit der Herangehensweise an Social Media zu tun. Jaja, der Vergleich mit der Küchenmaschine hinkt nicht!

Ich habe in meinem Beraterdasein bei Workshops und Vorträgen über Social Media sehr oft (viel zu oft) gehört „Dafür gibt es doch Hootsuite“, oder „Ich kann das doch alles bedienen“, oder „Ich weiß doch wie ich mein XING-Profil fülle“ und „Eine Facebook-Fanpage hab ich doch auch“!
Meine Rückfragen, ob und was es denn bisher gebracht habe, werden mit Achselzucken beantwortet. „Es ist ein Zeitfresser“, „Ich bekomme kein Feedback“, oder „keine Ahnung wie ich an die richtigen Follower komme“.
Sehr schnell wird klar, dass viele mit der Technik vertraut sind. Sie können XING. Twitter, Facebook und Co. bedienen, das ist ja auch nicht schwer, denn die meisten Tools sind intuitiv zu bedienen. Selbst wer Dashboards wie Hootsuite einsetzt, freut sich, dass er Post voreinstellen kann, Auswertung bekommt, verschiedene Nutzer und Plattformen orchestrieren kann.
Er kann also die Küchenmaschine bedienen!

Trotzdem passiert nichts! Trotzdem kein Erfolg? Der Kuchen hält nicht zusammen, der Belag passt nicht zu Glasur! Es wird schnell klar, es reicht nicht die Maschinerie bedienen zu können, die Technik zu beherrschen. Ohne gute Rezepte, die ich als Standard verwenden kann und bei größerer Erfahrung kreativ variieren kann, wird das nichts mit dem guten Kuchen, äh Erfolg in Social Media – und ohne Begeistertung dafür schon gar nicht!

Was lernen wir aus der Geschichte mit der Küchenmaschine?

  1. Zuerst war die Begeisterung für’s Backen da
  2. Dann zugucken, wie andere das machen
  3. Danach hab ich Teile selbst ausprobiert
  4. Schließlich nach Rezept eigene Kuchen gebacken
  5. Und nach einiger Erfahrung selbst variiert
  6. Zum Schluss bekam ich die Maschine, die dazu passte


So muss das mit Social Media laufen!

  1. Zuerst muss die Begeisterung für Kommunikation da sein
  2. Dann guck ich bei Erfahrenen zu
  3. Probiere das eine oder das andere aus
  4. Dann wird eine Strategie entwickelt
  5. Die ich nach einiger Erfahrung variiere
  6. Danach erst, suche ich mir die passende Maschine (Tools) aus

Technik ist nur Werkzeug, Hilfsmittel, Mittel zum Zweck. Wenn ich nicht backen kann, nützt mir die beste Maschine nichts!

Fazit: Erst kommt die Freude an der Kommunikation und deren Umsetzung in eine Strategie, die Maschine hilft nur die wunderbaren Ideen umzusetzen.

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