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Twitter-Splitter (9) – Bio, die zweite

28/12/2011

Twitter-Bios lassen tief blicken, mal ins Familien- oder Berufsleben, mal in die Seele oder einen Abgrund. Manche schaffen es einen kurzen Lebenslauf in die 160 Zeichen zu pressen, andere ihre Vor- und Nachlieben oder mit wem sie wie auch immer liiert sind, gerne auch auf Twitter.

Hier ein paar Gedankensplitter und/oder Deutungsversuche zu Bios, die mir auffielen:

  • Da steht nichts außer Ort und Website. Dieser Twitterer will entdeckt werden, wir sollen uns mit ihm auseinandersetzen. Wenn er mich dann auf seiner Website fragt, was ich dort suche wirds brenzlig.
  • Manche „Eier“ (Accounts ohne Ava) bieten als zusätzliche Info nur Initialien. Diese Tweeps sprechen sicherlich Archäologen an. Da muss tief gegraben werden.
  • Twitterer, die ihr Geburtsjahr veröffentlichen, meist die Ü40er und männlich (welche Frau würde dies freiwillig tun?), wollen vermutlich zeigen, dass auch ältere (zu denen ich auch gehöre) mit solchen modernen Kommunikationsmitteln klarkommen.
  • Da wird der Arbeitgeber genannt, ein Politiker. Getwittert wird auf diesem Account aber ausschließlich privat, ohne es im Bio zu erwähnen. Das führt mich auf eine falsche Fährte und ich ahne einen Angeber dahinter, zumal der Arbeitgeber ein berühmter ist.
  • Einer ist „CEO of my own life“ – da kann ich nur gratulieren! Er will wohl suggerieren, dass er einfach alles fest im Griff hat.
  • Die einen verraten, was sie mal waren und nicht mehr sind, die anderen, was sie sein wollen. Aber was sind sie?
  • Wer sich als Kotzbrocken beschreibt, gibt Warnschüsse ab und sollte diese Ankündigung auch erfüllen, ansonsten wird’s langweilig.
  • Da schreibt jemand seinen Bio so zauberhaft poetisch, dass ich nicht verstehe, was sie meint. Aber die Worte sind wunderbar und fesselnd.
  • Wer sich als Mensch bezeichnet will auf Nummer sicher gehen, dass er nicht für einen Bot gehalten wird. An sich sollte man das an den Tweets erkennen. Oder?
  • Und wenn darin steht, dass er oder sie verheiratet, Ehefrau, -mann, Mutter oder Vater, oder wahlweise Geliebte/r von XY ist, ja dann ist alles klar: Er oder Sie will einfach nicht angemacht werden. Wir wissen ja alle, dass Twitter die erfrischenste Partnerbörse ist. 😉

(Ich bitte, alle Bemerkungen mit dem nötigen Augenzwinkern zu verstehen!)

Hier gehts übrigens zum Twitter-Splitter (1) –  Bio, die erste.

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2 Kommentare
  1. „Einer ist „CEO of my own life“ – da kann ich nur gratulieren! Er will wohl suggerieren, dass er einfach alles fest im Griff hat.“

    Welcher CEO bitte schön hat denn seinen Laden äh sein Unternehmen fest im Griff? *gg*

    Liebe Grüße
    Falk

  2. Falk! Du kennst Menschen, die ihr Leben ( = Unternehmen) nicht im Griff haben???? *lach*

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