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Softskills – was sind sie uns wert?

04/12/2011

Zwischen Theorie und Praxis

Immer wieder erfahre ich in den letzten Jahren, dass Seminare und Fortbildungsveranstaltungen, die die Persönlichkeit von Menschen bilden, ausfallen, weil sich zu wenige Teilnehmer anmelden. In diesem Jahr ist es mir selbst so ergangen. Einige Seminare, die ich über Institutionen oder mit Geschäftspartnern angeboten habe, sind ausgefallen. Es waren Seminare, die Selbstbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und Führungsstil fördern sollten. Gut, manchmal passt der Termin nicht und bei dem einen oder anderen mag die Höhe des Preises eine Rolle gespielt haben. Aber Halt! Damit sind wir beim Thema.

Ich will und kann niemandem vorschreiben wofür er sein Geld ausgibt, oder Firmen erzählen, welche Fortbildung sie ihren Mitarbeitern bezahlen wollen. Nur – auf der einen Seite sehe ich, dass Kurse in Buchhaltung, DRG-Codierung, Fremdsprachen, etc.. laufen. Die fallen nicht aus, sondern werden gebucht. Diese Fertigkeiten werden unmittelbar im (Berufs-)Alltag benötigt. Da sind wir bereit Geld auszugeben. Kein Problem, das seh ich ein.

Lippenbekenntnis Softskills

Dann höre ich aber die Lobeslieder auf die Wichtigkeit von Softskills. Sind das nur Lippenbekenntnisse? Dann hört doch auf, die Lobeshymnen immer wieder anzustimmen! Immer wieder berichten mir Manager und Personaler, wie wichtig die Persönlichkeit eines Bewerbers ist, und dass sie darauf großen Wert legen. Sie sollen kommunikativ sein, vernetzt denken, über den Tellerrand schauen, respektvoll miteinander umgehen und Emphthie zeigen. Aber was heißt „darauf  Wert legen“? Meine Erfahrung ist: Softskills sind wichtig ja, deren Ausbildung aber darf nichts kosten. Menschen sollen also mit diesen Softskills auf die Welt kommen. Oder die Seminare gefälligst selbst bezahlen!

Es beginnt früh

Aktuell habe ich erlebt, dass ein Selbstbehauptungs- und  Gewaltschutzkurs, den ich in der Schule anbiete, mit einem genehmigten Honorar (eher eine Aufwandsentschädigung) der Schule nicht mehr so viel wert ist. Rückwirkend soll das Honorar gekürzt werden. Völlig abgesehen davon, dass das jeglicher Grundlage von Fairness entbehrt, zeigt es mir die Wertigkeit, die Persönlichkeitsbildung von Kindern (Grundschule) hat. Denn – oh Wunder – die Computerkurse werden freilich nach dem höheren Honorar entlohnt, weil es dazu „besonderer Qualifikationen“ seitens der Kursleitung bedarf.

Das heißt für mich und für die Eltern (!): Es braucht keine besondere Qualifikationen um Kinder in ihrer Persönlichkeit zu bilden, sie zu stärken und zu wappnen für das „rauhe Leben“.

Was sind eure Erfahrungen / eure Meinung:

  • Sind Softskills wirklich wichtig im Beruf? Oder reicht das Know How, das ich für die Ausübung meiner Arbeit brauche?
  • Sollen Mitarbeiter für die Ausbildung ihrer Softskills selbst zahlen?
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