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Wer sorgt hier wann für wen? Der Generationenvertrag – einmal anders!

23/11/2011

Eine nicht ganz ernst zu nehmende Betrachtung

Gleich vorweg, es geht hier nicht um Geld! Also nicht um das System der Rentenversicherung oder so. Es geht darum, wer wann für wen sorgt und vor allem mit welchen persönlichen Konsequenzen. Angeregt, endlich mal das aufzuschreiben, was ich schon länger im Kopf habe, hat mich folgender Tweet heute früh von

@hirnduebel: „71 Prozent der Männer zwischen 18 und 24 Jahren wohnen noch bei den Eltern. Leute, auch ältere Menschen wollen irgendwann mal frei sein.“

Die Zahl hörte ich gestern Abend schon  in den Nachrichten und sie wundert mich nicht. Die Schul- und Ausbildungszeiten der Kinder dauern immer länger und zu Hause wohnen ist meist die preiswertere Variante. Gut  – manche Kinder sind vielleicht auch zu faul, einen Haushalt selbst zu führen, waschen, kochen, putzen und aufräumen macht ja Arbeit. 

Persönlicher Freiraum wird völlig überschätzt

Aber irgendwann wollen die Eltern auch ihr Leben genießen, ohne dass Kinder direkt präsent sind. Man will schließlich mal Mitten in der Woche abends ein Glas Rotwein trinken können, ohne die zurechtweisenden Blicke der Ältesten, die sagen „Du musst Morgen früh raus, ist das jetzt nötig Alkohol zu trinken?“ Ich will die Füße hochlegen können, wann ich will und vielleicht auch einfach essen, wann ich will und nicht wenn Töchterlein abends nach Hause kommt und Hunger hat. Ich würd auch morgens gerne so lange duschen, Haare waschen und mich schminken (ja das dauert länger, wenn man älter ist) wie ich brauche oder möchte. Nicht sonntags, völlig verpennt am Frühstückstisch sitzen, mit Strubbelhaare und Ringen unter den Augen, und dann einem fremden Mann vorgestellt werden „Mutti, das ist Hans, der hat heute hier übernachtet. Hans, das ist meine Mutter, sag ‚Guten Morgen‘.“

Spätestens dann wird man kreativ und schmiedet düstere Pläne, wie man die Gören aus dem Haus bekommt, um die paar Jahre, die man noch in freier Wildbahn leben kann, zu genießen. Das sind, wenn’s gut kommt noch 20 Jahre. Wenn’s ganz blöd kommt, sind die Kinder so lange im Hause, dass man dann seine eigenen Eltern wieder „am Hals“ hat. Man gibt die Jungen ab und bekommt die Alten wieder. Dann hat man echt gelitten und sein Leben verpfuscht und kann nur noch hoffen, dass man selbst sehr alt und sehr fit alt wird, um mit 90 noch die Australienreise (ohne Krankenschwester und Rollator) unternehmen zu können.

Timing: dumm gelaufen

Es ist ja modern geworden, spät Kinder zu bekommen. Das ist bei meiner Generation irgendwie schief gegangen (oder zumindest bei mir). Denn meine Eltern haben mich früh bekommen (mit 22), ich hab meinen Kinder spät bekommen (mit 31) und 36), jetzt hab ich das Dilemma: Die Kinder noch im Hause und den Vater auch – um alle muss ich mich noch und wieder kümmern. Ich will nicht klagen – keine Bange. Nur feststellen, dass es schlechtes timing war. Meine „freie“ Zeit hatte ich zwischen 20 und 30 Jahren – heute könnte ich sie ganz anders genießen! Jetzt hoffe ich, dass sie wieder mit 65 Jahren kommt und ich noch fit genug bin, sie zu genießen.

I’ll do my very best! 🙂

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From → Persönliches

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