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Wofür machen Firmen Corporate Events?

15/11/2011

Viele Firmen veranstalten seit Jahren mehr oder weniger erfolgreich Corporate Events. Es gibt viele unterschiedliche, von Firmenjubiläen, Hausmessen, Mitarbeiter-Incentives über Roadshows bis zu inszenierten Hauptversammlungen. Es scheint, dass der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Jedes Event muss das andere überbieten.

Aber warum machen Firmen das überhaupt? Bringt ein tolles Event wirklich das, was gewünscht ist? Es geht doch letztlich um Image, Produkt- oder Dienstleistungsverkauf oder Mitarbeitermotivation. Da stellen sich einige Fragen:

  • Müssen wir dazu immer tollere Veranstaltungen bieten?
  • Sind Menschen nicht schon längst übersättigt von Highlights?
  • Bleib ich wirklich bei einer Firma, nur weil sie eine so phantastische Kanutour organisiert hat?
  • Kaufe ich das neue Produkt, weil es mir mit Musik, Tanz und nackter Haut präsentiert wurde?

Obwohl ich Eventmanagement als Dienstleistung anbiete, bleibe ich da skeptisch und denke „mich würde die nie kriegen!“.

Aber ich erinnere mich an einen Kunden, für den ich zum Jahresende ein sehr spezielles VIP-Event konzipiert und durchgeführt habe. Was soll ich sagen, es hat dieser Abteilung das Geschäftsergebnis gerettet. Ich hätte das nie gedacht.
Und was wäre Apple, wenn die iPhones in einem normalen Regal im Supermarkt um die Ecke zu bekommen wären?
Und erst die IAA?

Wir lassen uns also doch verführen durch Events, die alle Sinne ansprechen, die sich gut anfühlen, schön anzusehen sind, gut schmecken und duften!

Wie sind eure Erfahrungen? Ich will’s wirklich wissen! Warum organsieren Firmen Events?

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From → Kommunikation

3 Kommentare
  1. Weil es die Kunden erwarten
    Anruf vom Kunden: »Sie, ich plane gerade meinen Besuch der XY-Messe. Ist Ihre Messeparty wieder donnerstags?«

    Um die Kunden mit einer besonderen Erinnerung an sich zu binden
    Auf eine Party auf zwei Schiffen auf der Moskwa (die Tanzfläche war auf dem Achterdeck des vorderen, die Band auf dem Vorderdeck des hinteren Schiffes), die ich 1990 mit organisiert habe, werde ich heute noch angesprochen.

    Um Leads zu generieren
    Grundfrage dabei immer: Und was soll mit den Leads geschehen? Bis wann können sie von wem abgearbeitet werden?

    Weil es schon immer so war
    In diesem Fall freue man sich als Dienstleister, dass der Kunde keine besonderen Ansprüche stellt. Stellt man als Dienstleister aber Ansprüche an sich selbst, dann suche man schnell das Weite.

    Um zu zeigen, dass sich das Unternehmen allen Gerüchten zum Trotz so etwas immer noch leisten kann
    Diese Variante erinnert mich immer etwas an die Legende von der Symbolfigur meines Heimatortes.

    Um dem CEO die Chance zu seiner lang ersehnten PowerPoint-Präsentation zu geben
    Das unvermeidliche Frusterlebnis für alle Beteiligten: Kaffee und die unvermeidliche Bahlsen Selection gibt’s erst, nachdem die Kunden die prognostizierten Geschäftszahlen und einen Abriss der Produktpalette über sich haben ergehen lassen.

    Um die Kunden schlau zu machen
    Nur ein Kunde der etwas über das Produkt und den Markt weiß, kann einsehen, dass unser Produkt das für ihn richtige ist. Klar, dass wir ihm auch beibringen, die bei der Konkurrenz die Fragen zu stellen, deren Antworten das Produkt des Mitbewerber disqualifizieren. Aus dessen Mund, nicht aus unserem!

    Um Aufträge zu schreiben
    So etwas soll früher regelmäßig funktioniert haben, passiert aber heute immer seltener. Aber man kann ja auf dem Event wenigstens seinen Anruf zwecks Terminvereinbarung avisieren.

    Um zukünftig am Zerberus vorbei zu kommen
    Zur Chefsekretärin am Telefon: »Wissense, ich hab das mit dem Fritz, äh, Entschuldigung, dem Herrn Generaldirektor letzte Woche auf dem Event besprochen und wollte nur noch schnell ein paar Details abklären …«

    So, dass waren jetzt nur ein paar Punkte ins Unreine gedacht. Kommentare, die länger als der Artikel sind, sollen ja angeblich unhöflich sein. 🙂

  2. Eine Kundenbindung die den Kunden in lockerer Atmosphare an sich bindet wirkt immer, mehr oder wenig, dabei muss es oft nicht mal etwas Großartiges sein.
    Ein Kunde der sein gegenüber Persönlich kennt baut automatisch eine Beziehung auf, das kann natürlich auch Negativ sein.

    Ach und wegen Nackte Haut wird man nicht unbedingt ein Produkt kaufen aber bei mindestens 50% kommt es gut an 😉

  3. Ab und an sind es auch Selbstbauchpinselaktionen der Verantwortlichen. „Seht her, was ich auf die Beine stelle …“

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