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Das wahre Leben der Schnuckeline43

31/10/2011

Oder: Online-Reputation leicht gemacht!

Robert*, ein netter, verheirateter „Fitysomething“, hat sich auf einer Online-Datingbörse angemeldet. Diese ist speziell für Verheiratete, die Gleichgesinnte für Seitensprünge suchen, also das unverbindliche Verhältnis nebenher, bei dem von Anfang an klar ist, wie die Verhältnisse sind. Robert dachte, da ist Stress ausgeschlossen.
Er schrieb ein nettes und ehrliches Profil und suchte ein Pseudonym und ein Foto aus, auf dem er nicht auf den ersten Blick erkennbar war, das trotzdem sehr sympathisch rüberkam. Er stöberte durch das „Angebot“, suchte ebenso nette Frauen aus seiner Gegend, aber nicht zu nah an seinem Wohnort. Er stellte fest, dass er sehr schnell Zuschriften von Frauen bekam und traf sich auch mit der einen oder anderen.

Nach 3 Wochen bekam er eine Zuschrift von Schnuckeline43, die er sehr ansprechend fand und sich daraufhin ihr Profil genau ansah. Alles klang super, er wollte eigentlich sofort antworten. Etwas hielt ihn zurück und nach einer Weile merkte er, dass ihm das Foto von Schnuckeline43 irgendwie sehr bekannt vorkam. Es fiel ihm jedoch partout nicht ein woher. Trotzdem zögerte er mit der Antwort.

Zwei Tage später – auf XING, Besucher seines Profils – da war Schnuckeline43! Jetzt fiel es ihm wie Schuppen von den Augen, klar das war Marion*…. Sie hat auf der Dating-Plattform das gleiche Profilfoto wie in XING…  Marion, die nette HR-Chefin des internationalen Konzernes, sitzt ihm oft bei Kundenmeetings gegenüber. Guck an! Marion treibt sich hier also auch rum. Und sie hatte ihm schon immer gefallen.
Also los, dann antworten. Robert schrieb:

Liebe Marion, schön, dich hier zu treffen. Wir kennen uns ja von diversen Meetings und du hast mir schon immer gut gefallen. Wenn uns hier der Zufall zusammenführt, sollten wir uns mal nach Feierabend treffen!

Marion antwortete:

Robert! Was erdreistest du dich mir nachzuspionieren? Ich hasse Stalker und lass mich bitte in Ruhe. Du sollst mir nicht bespitzeln!

Robert blieb etwas verwirrt zurück. Verständlich! Er verstand die Welt nicht mehr, hatte sie ihn doch angeschrieben. Er antwortete nochmals, dass sie ja wohl diejenige war und wenn sie ein Foto nehmen würde, das sie auch in ihren Business-Plattformen verwenden würde, sollte sie sich nicht wundern erkannt zu werden…

Sie antwortete nicht mehr.

Bei nächsten Meeting würde ich gerne Mäuschen spielen!

Und die Moral von der Geschicht?
Alle virtuelle Profile sollte man konzeptionell planen: Ziele, Zielgruppen, Strategie und Visualisierung gründlich überlegen.

*Mir ist Robert persönlich bekannt, er heißt natürlich völlig anders! Auch Marion heißt im richtigen Leben natürlich nicht Marion.

Diese Geschichte ist übrigens wirklich so passiert. Ich schwöre!

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