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„Lernen ohne zu denken ist vergebliche Mühe“ – die Erziehung eines Samurai

20/09/2011

Für uns schwer nachvollziehbar war es aber oberstes Gebot eines Samurai, seinem Herren zu dienen. Darauf war die Erziehung eines Samurai ausgerichtet. Dieses „Dienen“ wurde jedoch anders verstanden, als wir es heute tun. Das Erste, was die ritterliche Pädagogik bedachte, war die Charakterbildung. Aber ein Samurai war ein „Mann der Tat“, deswegen wurde alles Wissen und Lernen darauf ausgerichtet, was dem Waffenberuf dienlich war. Literatur war Erholung und Philosophie praktische Hilfe oder zur Lösung eines militärischen oder politischen Problems.

Auf dem Studienplan eine jungen Samurai standen u.a.:

  • Fechten, Bogenschießen, Schwertkampf, Reiten, Juijitsu
  • Taktik, Strategie
  • Ethik, Literatur, Schönschrift

Folgende Merksätze und Vorschriften zeigen den „Geist“ der Erziehung:

Am wenigsten sollten die Menschen nach Geld streben. Durch Reichtum wird die Weisheit behindert.

Lernen ohne zu denken ist vergebliche Mühe – Denken ohne zu lernen gefährlich. (Konfuzius)

Dein Vater und deine Mutter sind wie Himmel und Erde. Dein Lehrer und dein Herr sind wie Sonne und Mond.

From → Samurai

One Comment
  1. Jürgen Messing permalink

    Da unterstellt, dass Vater und Mutter würdig sind, Himmel und Erde zu sein, und dass deine Lehrer würdig sind, Sonne und Mond zu sein.

    Fast alle Eltern versuchen uns beizubringen, nicht ihre eigenen Ängste und Psychosen durchzuleben zu müssen, ganz egal, ob wir diese Ängste überhaupt haben. Unser Potential als Kind wird meistens übergangen.

    Die Mehrzahl der Lehrer, die ich kennen gelernt habe, lehren nicht, sondern gehen zur Arbeit, um ihre Familie zu ernähren, was vollkommen legitim ist. Sie sind an weltfremde Lehrpläne gebunden, die von eitlen Menschen geklöppelt werden. Und an sogenannten Business-Schools wird gelehrt, dass der Gierigste am meisten gewinnt und größtes Glück erfährt.

    Es mag sein, dass Samurailehrer oder Sensei anders waren (oder sind). Aber ich sehe diese Qualitäten nur ganz, ganz selten in unserer Kultur. Ich selbst kenne Himmel und Erde nur vom Blick aus dem Fenster, der Blick in die Augen meiner Mutter erzeugt nur Schauern, die Erinnerung an meine Schulzeit nur verpasste Chancen, mein wirkliches Potential zu entwickeln.

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